Infoportal - Adoption
Adoption ein viel diskutiertes Thema.
Ein Thema, bei dem Freude und Trauer dicht nebeneinander liegen. Freude für die Eltern, deren Wunsch nach einem eigenen Kind unerfüllt bleibt. Für sie ist Adoption eine Chance. Die Chance, ein Kind glücklich zu machen und selbst dadurch glücklich zu werden. Für Eltern und abgebende Mütter ist dieses Thema, in den meisten Fällen, mit unendlicher Trauer und oft auch Wut verbunden.
Es ist dabei völlig unerheblich, ob die Kinder freiwillig abgeben wurden oder ob man den Eltern die Kinder entzogen hat, zum Beispiel durch eine Zwangsadoption. Die Trauer ist dieselbe.
Wie geht es später den betroffenen Adoptierten. Sie wussten nie wo sie hingehören. Sie fragten sich immer: „Warum bin ich so, wie ich bin?“. Eine Antwort darauf war für sie nicht zu finden. Antwort finden sie vielleicht bei der Suche nach den eigenen Wurzeln, nach der wirklichen Familie.
Information der Öffentlichkeit
Wir sind der Meinung, dass das Thema Adoption an die Öffentlichkeit muss, dabei möchten wir einen breiten Blickwinkel einnehmen.
Man kann nicht davon ausgehen das jede Adoption negativ oder positiv ist, in vielen Fällen sieht man darin die einzige Möglichkeit!
Aber dennoch darf Adoption nicht als Allheilmittel angesehen werden.
In der Öffentlichkeit, ist Adoption meist nur unter dem Blickwinkel der humanitären Hilfe bekannt.
Aber Adoption hat auch ihre Schattenseiten und dies möchten wir aufzeigen.
Die leiblichen Eltern kann einem niemand ersetzten, sie werden immer fehlen, die persönlichen Identität fehlt!
Aber auch sexuelle, körperliche und seelische Gewalt, haben viele Adoptierte in ihren Adoptivfamilien erfahren müssen.
Niemand kann nachvollziehen, welche psychischen Prozesse und Schwierigkeiten, mit der Suche nach seiner genetischen Herkunft verbunden sind.
Nicht thematisiert wird die Wichtigkeit der Kenntnis seiner genetischen Herkunft, die Suche wird oftmals nicht ernst genommen und man steht meist damit allein da. Aber wie ist ein Leben ohne Kenntnis seiner genetischen Herkunft.
Menschen welche ausgesetzt oder anonym abgegeben wurden, suchen oft ein Leben lang, manchmal ohne Erfolg. Damit umzugehen, ist meist sehr schwierig.
Vor Jahren führten adoptierte Erwachsene, für sich den Namen „ adoptierte Erwachsene“ ein, um nicht immer Adoptivkind genannt zu werden.
Leider gibt es bis heute keine Bezeichnung für erwachsene Findelkinder, nach reiflicher Überlegung haben wir uns dann auf den Begriff „Gefundene“ geeinigt.
Unser Wunsch währe, das dieser Begriff weiter für erwachsene Menschen, welche als Kind ausgesetzt wurden, benutzt würde.
Wir haben uns zum Ziel gesetzt, das Thema Adoption aus Sicht der adoptierten und gefundenen Menschen, in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken.