Siebenherz Hilft

    Zwangsadoption in der DDR

    Zwangsadoptionen sind Mittel des staatlichen Eingriffs in das Familienleben.
    Aus verschiedenen politischen Gründen agiert der Staatsapparat mit der Herausnahme von Kindern aus den Herkunftsfamilien und der Fremdplatzierung in Pflegefamilien.
    Der Gedanke einer Umerziehung der betroffenen Kinder - sei es aus rassisch/ kulturellen oder politischen Motiven - spielt bei der Zwangsadoption eine Rolle. Bei der Durchführung von Zwangsadoptionen handelt es sich um den Missbrauch von staatlicher Gewalt gegenüber dem Bürger.
    Kennzeichnend für Zwangsadoptionen sind der gezielte Einsatz seelischer Grausamkeiten und psychischer Gewalt gegenüber betroffenen Kindern und Eltern mit der Trennung der bestehenden familiären Bindungen und der anschlieîenden Ungewissheit über das Schicksal der Familienangehörigen.

    *Quelle: Wikipedia*

    Familientrennung durch den Mauerbau - Organisierter Kindesentzug

    Tausende Familien der ehemaligen DDR wurden durch den Bau der Mauer getrennt.
    Die Zahl der Kinder, welche durch die Trennung Deutschlands ihre Eltern verloren haben, ist auch heute noch unbekannt.

    Oft geschehen in Berlin. Ostdeutsche waren auf Westbesuch und wurden während ihres Aufenthaltes in Westberlin, durch den Mauerbau überrascht.
    In letzter Sekunde flohen ostdeutsche Eltern nach Westberlin. Sie dachten, ihre Kinder wären sicher bei den Verwandten in Ostdeutschland.
    Sie sollten später nachgeholt werden.

    Die DDR Behörden sahen das anders. Familienzusammenführung wurde strikt verweigert.
    Es begann eine Propagandaschlacht um die zurück gelassenen Kinder. Die Eltern wurden als "Rabeneltern" beschimpft, von den Medien in der DDR.
    Die Kinder wurden als Pfand behalten, um die Geflohenen zur Rückkehr zu zwingen.

    Die Politiker in Westdeutschland erkannten die Dringlichkeit der Situation.
    Das hatte zur Folge, dass inoffizielle und unkonventionelle Absprachen getroffen wurden.

    Einige Kinder durften Ende 1961 nach Westdeutschland ausreisen. Eine grundsätzliche Lösung dieses Problems gab es bis 1989 nicht.
    1989 war der Fall der Mauer.
    Um Schadensbegrenzung bemühten sich Anwälte beider Seiten, oft ohne Erfolg.

    Die Stasi und die DDR Justiz entdeckten, dass die Trennung von Familienmitgliedern als Waffe genutzt werden konnte.
    Sie verbreiteten somit Angst.
    Mit staatlich organisiertem Kindesentzug wurde schon der Versuch der Flucht geahndet.

    Zwangsadoptionen sind bekannt aus der Zeit des Nationalsozialismus, aus der Geschichte der DDR, aus der Schweiz, aus Australien, Argentinien (siehe Desaparecidos), Kanada und den USA.

    Jedes Schicksal ist Einzigartig! - Deshalb Respekt!

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