Dirk Schiller
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Eine Frau sucht ihren Sohn – seit 28 Jahren.
Dirk Schiller verschwand spurlos im März 1979, als die damalige DDR-Bürgerin Heidi Stein mit der Familie im Harz-Urlaub war.
Sie glaubt, dass die Stasi ihn entführt hat. Steins Sohn Dirk war dreieinhalb Jahre alt, als er auf äußerst mysteriöse Weise verschwand.
Heidi Stein, geschiedene Schiller, lebte damals mit ihrem Ehemann Rolf, Tochter Silvia und Dirk in Görlitz/DDR. 1979 ging es in den Urlaub, in den Ostharz.
Als die Familie die Höhle „Heimkehle“ bei Uftrungen besuchen wollte, geschah es: Dirk war weg. Eltern und Polizei suchten alles ab, fanden aber nichts.
Keine Spuren, keine Leiche. Trotzdem sagte die Staatsanwaltschaft, das Kind sei im nahen Bach ertrunken.
Vorwurf: Die Eltern hätten nicht aufgepasst.
„Das war nur, um mich zu verängstigen“, weiß Stein heute, „ich mache mir heute keinen Vorwurf mehr, weil ich mein Kind allein gelassen habe.“
Für Heidi Stein ist sicher, dass die Stasi ihre Hände im Spiel hatte:
Schon wenige Wochen nach dem Verschwinden hatte sie Besuch, sollte Dirks Todeserklärung unterschreiben.
Offensichtlich mischte sich die Staatssicherheit in die Ermittlungen ein, beantragte später sogar die Löschung von Dirks Einwohnermeldedaten.
Dem einzigen Hinweis, einem blauen Moskwitsch, den die Mutter auf dem Parkplatz gesehen hatte, ging aber niemand nach.
Die Mutter: „Das ist wirklich Lug und Trug, was die Stasi veranstaltet hat.“
Die Eltern ließen nichts unversucht, das Kind wieder zu finden, schrieben an Behörden und sogar an den Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker. Aber auch an den Klassenfeind – ein entscheidender Fehler. „Ich wendete mich ans Rote Kreuz und an Amnesty International. Ich dachte, mit diesem Druck unternimmt die DDR etwas.“ Tat sie auch: Sie verhaftete das Paar wegen „Übermittlung nicht geheimer Nachrichten“. 4,5 Jahre Zuchthaus.
Jedes Schicksal ist Einzigartig! - Deshalb Respekt!
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