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    Persönlichkeitsstörung Borderline

    Was ist Borderline?

    Borderline- Störungen gehören zu der Gruppe der Persönlichkeitsstörungen. Diese Diagnose wird dann gestellt, wenn sich bei einer Person anhaltende und weitgehend gleich bleibende Verhaltensmuster zeigen, die durch starre unangemessene Reaktionen in unterschiedlichen persönlichen und sozialen Lebenslagen gekennzeichnet sind.
    Problematisch bei dieser Diagnose ist, dass nicht einzelne Verhaltensweisen als "Störung" bezeichnet werden wie bei anderen psychischen Erkrankungen (z.B. Angststörungen), sondern eine Beurteilung der Person an sich erfolgt. Auch sind die Grenzen von persönlichen "Macken" (bzw. hervorstechenden Persönlichkeitseigenschaften) zu einer gestörten Persönlichkeit oft schwer zu ziehen.
    Deshalb sollte diese Diagnose nur gestellt werden, wenn die sozialen Beziehungen des Betroffenen so stark beeinträchtigt werden, dass die berufliche und private Leistungsfähigkeit deutlich herabgesetzt ist. Meist entsteht für diese Personen erhebliches persönliches Leid.
    Die Borderline- Persönlichkeitsstörungen zeichnen sich durch ein fortlaufendes Muster von Instabilität in sozialen Beziehungen, im Selbstbild und der Stimmung aus.

    Der Borderline- Begriff entstand aus der Annahme, dass sich diese Störungen im Grenzbereich zwischen Neurose und Psychose bewegen, da die Betroffenen neben einer gestörten Charakterstruktur auch vereinzelt psychotische Symptome, wie z.B. Verfolgungsideen zeigen.
    In der letzten Zeit ist in Presse und Fernsehen vermehrt über Borderline- Störungen berichtet worden - vermutlich angeregt durch die gesteigerte Aufmerksamkeit, die der Themenbereich des körperlichen und sexuellen Missbrauchs vor allem bei Kindern erhalten hat, da diese extrem belastenden Lebenserfahrungen bei der Entstehung von Borderline- Störungen häufig eine Rolle spielen.

    Ursachen
    - Entwicklungsstörungen in den ersten Lebensjahren
    - Missbrauch sexueller und emotioneller Art
    - Vernachlässigung
    - Traumatische Erlebnisse, besonders in der Kinder- und Jugendzeit

    Symptome
    Im Zentrum der Borderline- Persönlichkeitsstörung stehen Schwierigkeiten bei der Regulation von Gefühlen, diese können sich auf verschiedenen Ebenen zeigen.

    - Angst vor dem Verlassenwerden
    - Häufig wechselnde Partner
    - Selbstwahrnehmung, die Wahrnehmung und Einschätzung der eigenen Person ist bei den Betroffenen sehr wechselhaft
    - Selbstverletzendes, selbstgefährdetes Verhalten, oder die Neigung dazu
    - Gefühl der Leere
    - Dissoziationen

    Häufigkeit
    Die Häufigkeit der Borderline- Störung in der Gesamtbevölkerung beträgt etwa 2%. Der überwiegende Teil der Betroffenen (ca. 70%) sind Frauen. Die Sterberate infolge von Selbsttötung liegt in der Gruppe der Borderline- Patienten bei 5-10%.

    Therapie
    Viele an Borderline erkrankten möchten natürlich von ihrem Leiden befreit werden.

    Die Frage ist nur: Wie?
    Eine Möglichkeit ist eine Therapie bei einem Psychiater oder beim Psychologen.
    Welche Therapie sinnvoll ist, wird er nach einer genauen Untersuchung bestimmen.

    Eines muss man aber vorher schon wissen, kein psychisches Leiden vergeht von Heute auf Morgen. Die Ursachen, die über eine lange Zeit die Beschwerden verursacht haben, sind nicht einfach so weggewischt.
    Man ist also nicht plötzlich wieder gesund, weil man eine Therapie macht, vielmehr ist die Therapie selbst ein langer Weg zur Besserung.

    Jedes Schicksal ist Einzigartig! - Deshalb Respekt!

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