Siebenherz Hilft

    Adoptierte

    Beeinträchtigt - unbeeinträchtigt - adoptiert - Fortsetzung

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    Als Kind müssen/mussten viele Adoptierte ihre Herkunft verleugnen und das gleich in zweifacher Hinsicht.

    Einmal, weil „adoptiert -sein" eben nicht die Normalität ist und zweitens, wegen der ursprünglichen Herkunft. Spätestens als Jugendlicher macht sich ein Adoptierter Gedanken (vorausgesetzt er weiß, dass er adoptiert wurde) aus was für einer Familie er gekommen ist.
    Denn eine Adoption hat immer einen Grund, eine Ursache. Wenn das Umfeld erfährt, dass gerade dieses Kind (z.B. vom Nachbarn) adoptiert wurde, wird meistens so laut über die möglichen Ursachen dieser Adoption spekuliert, dass es der Adoptierte ja auch hört.

    Aller spätestens zu diesem Zeitpunkt verliert ein adoptiertes Kind den Anspruch auf die eigene Individualität. Durch die Gesellschaft und durch sich selbst.
    Adoptierte, die nicht sofort nach der Geburt adoptiert werden, erfahren eine erste Prägung in der Herkunftsfamilie.
    Nach der Adoption erfolgt eine erste Anpassung an die Adoptiv-Familie. Die Prägung durch die Adoptiv-Familie erfolgt später, im Laufe vieler Jahre.

    Gilt für Adoptierte der Spruch „Mehr Schein als Sein"? Wenn ja, wo liegt die Ursache dafür, wenn Adoptierte diese Frage bejahen? Die Ursache dafür ist eindeutig und in erster Linie in der Gesellschaft zu suchen.

    So lange, wie das Thema Adoption weiter tabuisiert wird, so lange wird es weiterhin „Schattenmännchen ohne eigene Individualität" geben.
    In zweiter Linie liegt die Ursache im persönlichen Umfeld der Adoptiv-Familie. Liebe Adoptiveltern, hört auf damit, Euren Adoptivkindern direkt oder indirekt, lebenslange Dankbarkeit ab zu verlangen.
    Ihr macht dadurch aus einem einzigartigem Wesen, ein „ Zweizigartiges"! Jeder Mensch ist Einzigartig und das sollte er auch bleiben.

    Adoptivkinder haben denselben Anspruch darauf, einzigartig zu sein und vor allem zu bleiben!

    Ein Vergleich aus dem Internet:
    Er ist zwar etwas aus dem Kontext gerissen und trotzdem passt der Vergleich: „Ich selbst vergleiche mich mit einem Haus.
    Die erste Familie hat es gebaut, hat darin gelebt.
    Durch eine Tragödie wird es zerstört. Es ist nichts mehr, als eine Ruine.
    Eine zweite Familie baut das Haus wieder auf, vielleicht wird es sogar noch schöner, aber trotzdem ist es nicht mehr dasselbe.
    Die Stimmen der vorherigen Familie sind unwiderruflich verstummt."


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    Jedes Schicksal ist Einzigartig! - Deshalb Respekt!

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